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Wann sind Sie so motiviert, sich anzustrengen, um etwas zu lernen? Macht es Sinn? Lohnt sich die Anstrengung? Die Frage ist immer da, ob es Ihnen bewusst ist oder nicht. Was gefällt den 83 Milliarden Neuronen denn so gut, dass sie aktiv dabei sind? Auf der diesjährigen Learntec in Karlsruhe ging es in den Vorträgen häufiger darum, wie sich Lernende offline und online motivieren, mit Hürden umgehen und erfolgreich dranbleiben.

Die erste Hürde kann schon am Start stehen, insbesondere dann, wenn es um Formale abseits des Präsenzlernens geht. Beim Präsenzlernen sind Lernende nun mal vor Ort. Beim Onlinelernen liegt es am Lernenden, wann er sich die Lernzeit nimmt. Oft ist das erst dann der Fall, wenn alles andere endlich erledigt ist.

Die zweite Hürde ist die, wenn es nicht so klappt wie geplant. Es geht nicht so schnell voran, das kann frustrieren oder es passieren Fehler. Auch das ist Teil des Lernens. Hier kommen die Selbstlernkompetenzen zum Einsatz. Wie gut können Sie sich – gerade beim E-Learning -selbst organisieren? Und wie steht es um die Emotionsregulierung? Das waren neben all den technischen Möglichkeiten die, die mir am meisten aufgefallen sind. Ohne die Kompetenzen der Lernenden wird das alles nicht funktionieren.

Wie gelingt digitales online Lernen, wenn Sie allein vor dem Monitor sitzen?

Das Gehirn funktioniert sehr verlässlich und bleibt sich treu, egal, wie sich die Technik entwickelt. Denn Menschen lernen vor allem von anderen Menschen, durch Beobachtung und Interaktion. Das fängt bereits beim Säugling an und bleibt zeitlebens bestehen. Sozusagen die Ur-Form des Lernens. Wir sind soziale Wesen und brauchen den Austausch, die Bestätigung und Rückkoppelung von anderen Menschen. Darum ging es beim Vortrag der Sozial- und Neurowissenschaftlerin und Science-Slammerin Franca Parianen, die in Utrecht forscht. Mit „83 Milliarden Nervenzellen gefällt das“ hat sie ihren sehr kurzweiligen Vortrag betitelt.

Antriebskräfte Gehirn Vortrag Learntec
Vortrag Franca Parianen

(Ab-)Lenkung und Orientierung

Was für andere Menschen eine Bedeutung hat, erkennen Sie daran, wohin sie schauen. Denn im Vergleich zu den Primaten unterscheiden sich unsere Augen auf eine sehr markante Weise. Es ist das Weiße des Augapfels. Achten Sie mal darauf! Dadurch können Sie schnell erkennen, wohin etwa Ihr Gegenüber schaut. Ist er noch bei Ihnen und präsent oder gerade abgelenkt? Sie sehen, was für andere bedeutsam oder interessant ist. Das kann durchaus auch für Sie wichtig sein. Dem kann man sich kaum entziehen.

Ausserdem können wir auf etwas zeigen: da ist etwas, was wichtig ist! Und schon wird der Blick dorthin gelenkt. Wir geben eine Richtung, eine Orientierung, an: da geht es lang! Das kennen wir von Verkehrsschildern oder den Hinweisen, wo es zur nächsten S-Bahn Station oder zur Autobahn geht. Als soziale Wesen lernen wir ständig voneinander und orientieren uns an anderen, weil wir sowohl auf Bestätigung als auch auf Inspiration angewiesen sind. Doch das ist nicht alles.

Lassen Sie sich von Gefühlen anderer anstecken?

Die Blickrichtung und das Zeigen sind offensichtlich. Viel subtiler, aber genauso wirkungsvoll ist, dass sich die eigene Haltung zu einem Thema überträgt. Ob Sie es wollen oder nicht. Das kennen Sie sicher aus Besprechungen. Sie können schnell wahrnehmen, ob der Sprechende zu seinen Aussagen steht oder nicht. Diese Übertragung von Emotionen ist eine „Gefühlsansteckung“.

Diese Ansteckung ist in beiden Richtungen möglich. Sind Sie mit miesepetrigen Menschen zusammen, kann sich das auf Ihre Stimmung übertragen. Wenn Sie etwas neu lernen und es gut läuft, Sie etwas verstanden haben, einen Ablauf nachvollziehen können, dann fühlt sich das so gut an, dass Sie sogar mehr davon haben wollen. Ihr Gehirn schüttet Dopamin aus, das fühlt sich gut an und Sie wollen mehr davon. Diese gute Stimmung überträgt sich hoffentlich ebenso auf die Kollegen und motiviert diese, ebenfalls weiter zu lernen. Entscheidend für die Dopaminausschüttung dafür ist allerdings die Ausgewogenheit. Garant für Lernfrust sind entweder Überforderung oder Unterforderung.

Emotionen in Balance – jeden Tag ein wenig anders

Ich mache jeden Tag für ein paar Minuten ein Gleichgewichtstraining. Die Übung ist identisch, das Gefühl der Balance interessanterweise sehr unterschiedlich. So ähnlich ist es mit dem Lernen und mit der Motivation. Die richtige und passende Balance zu finden und zu halten, Anforderung und die eigene Erwartung immer wieder neu auszubalancieren, das ist jedes Mal wenig anders. Eine Unterforderung demotiviert. Eine zeitliche oder inhaltliche Überforderung erstickt den Lernwillen ebenso. Was davon können Sie selbst bestimmen oder mit beeinflussen?

Wie steht es um Ihre Motivation, sich mit neuen Themen zu befassen oder Ihre Einstellung zu einer Sache zu hinterfragen? Wenn es die Erwartung von aussen ist und es schwierig oder zäh wird, kippt sie ganz schnell. Wie gehen Sie in einem solchen Fall mit sich selbst um, wenn es nicht auf Anhieb oder auch im dritten Anlauf nicht klappt? Ist Weitermachen jetzt eine Option? Das kann anstrengend werden.

Wie können Sie Ihre Stimmung wieder regulieren und neu starten?

  • Abstand schaffen, erst einmal etwas ganz anderes tun, was aus Erfahrung gut läuft. Der Knoten im Gehirn lockert sich.
  • Verlassen Sie wenn möglich den Arbeitsplatz, ändern Sie den Blick auf die Situation.
  • Fragen Sie Kollegen, lassen Sie sich ermutigen oder besser noch: erklären, wie das, was Sie lernen wollen, funktioniert. Die Stimmung klärt sich.
  • Sie können sich Situationen ins Gedächtnis rufen, wo es Ihnen ähnlich ging und Sie dann doch die Kurve bekommen haben
  • Überprüfen Sie Ihr Vorhaben, ändern Sie die Ziele, schaffen Sie bessere Voraussetzungen, um weiterzumachen. Atmen Sie tief durch!

Lernen und Austauschen

Zu leicht, zu schwer oder gerade richtig?

Mit zu leichten Aufgaben und Anforderungen gibt es aus Sicht des Gehirns keinen Grund zur Belohnung. Zu schwer darf es auch nicht sein. Die Balance beim Lernen besteht darin, mit einer positiven Erwartung („Das bekomme ich hin!“) auf ein Ziel „Das will ich erreichen!“ hinzuarbeiten.

Der ideale Lernzustand. Wenn Sie oder andere zu viel erwarten, was Sie gar nicht leisten können, wird Anti-Dopamin ausgeschüttet und Sie erleben Frust und sind schneller erschöpft. Bei zu viel Druck und Anpassung wird die eigene Performance etwa 20 Minuten gut aufrecht erhalten, um dann kontinuierlich abzusacken, so Franca Parianen.

Wenn etwas gut klappt, dann wollen Sie mehr davon! Deswegen ist die Einteilung des Stoffes oder der Lektionen ja so entscheidend beim Selbstlernen. Denn die eigene, intrinsische Motivation kann sich regenerieren. Bei der Motivation von aussen ist das nicht so. Sie brauchen mehr Geld oder mehr Anerkennung, um irgendwie dranzubleiben.

Wenn die Anforderungen gut ausgewogen sind, werden Dopamin und Endorphine ausgeschüttet und Sie freuen sich sogar auf die nächste Herausforderung. Diese gehen Sie mit positiver Erwartung an. Gerne wollen Sie andere daran teilhaben lassen. Ganz selbstverständlich ergibt sich daraus der Austausch unter Kollegen. Diese lernen wiederum von Ihnen und umgekehrt. So sieht das Lernen der Zukunft aus, denn einer allein kann nicht alles wissen und können. Gut sind wir nur in der Gemeinschaft. Diese braucht als Grundgefühl das Vertrauen. Ohne dies trauen Sie isch nicht, auch mal Fehelr zu machen. Die gehören zum Lernen immer mit dazu.

Wenn Kinder das lernen, können Erwachsene das auch, oder?

In der digitalen Welt klappt das mit der sozialen Interaktion leider nicht mehr so gut. Sie sehen nicht, wie es anderen geht oder wie andere reagieren. Das Spiegeln, was schon Säuglinge können, nämlich auf die Mimik des Gegenüber reagieren, fällt hier aus. Gerade deswegen sind soziale Kompetenzen in der digitalen Welt enorm wichtig. Zwischentöne wahrzunehmen, statt davon auszugehen zu wissen, was der andere meint. Dazu gehört ebenso, die eigenen Gefühle in ihrem ganzen Spektrum überhaupt wahrzunehmen und in der Lage zu sein, angemessen damit umzugehen. Sie zu artikulieren oder zu regulieren. Das ist übrigens keine Sache von Erwachsenen, sondern das können schon Kinder im Kindergarten lernen! wenn das für Sie interessant ist, aus dem Modellprojekt des znl (Zentrum für Neurowissenschaft und Lernen) in Ulm ist jetzt eine Akademie entstanden: www.znl-emil.de.

Ohne diese Kompetenz neigen Menschen dazu, ihre Gefühle lieber auszublenden. Sie machen sich zum Beispiel weniger die Mühe, genau zuzuhören. Selbstüberschätzung auf der einen Seite und Anpassung an die allgemeine Meinung auf der anderen Seite sind mögliche und fatale Folgen.

Lebenslanges Lernen ist notwendig, aber weit weg von der Realität

Lernen und Veränderung gehen Hand in Hand. Wie schnell lernen Sie und wie gut kommen Sie mit Veränderungen zurecht? Die Veränderungskompetenz ist neben dem Lernen das, was neben den digitalen Kompetenzen die Zukunft entscheidend mit bestimmen wird. Das hat Dirk Röhrborn, Mittelstands-Sprecher der Bitkom e.V., in seinem Vortrag thematisiert.

Beim Stichwort Lebenslanges Lernen nicken zwar die die meisten Menschen: „Ja, klar, das ist wichtig und wohl notwendig.“ Aber, laut Röhrborn, haben nur 4 von 10 Firmen überhaupt eine Strategie dazu. 78% der Unternehmen sind sich bewusst, dass digitale Kompetenzen wichtig sind, aber im Alltag bleibt das oft auf der Strecke. Ein weiteres Vorurteil sei, dass man die älteren und erfahrenen Mitarbeiter sowieso nicht mehr ins Boot bekommt. Was ein großer Irrtum und ganz nebenbei eine Missachtung von Ressourcen sei, so Röhrborn. Lernen ist uns angeboren und es hört auch mit einem bestimmten Alter oder einer Erfahrung nicht auf. Es verändert sich. Um arbeitsfähig zu bleiben, ist eine permanente Anpassung und damit Veränderungsbereitschaft notwendig. Auch diese ist übrigens lernbar!

Für was lohnt es sich denn nun?

Für was lohnt sich der Aufwand? Im Vortrag von Julien Boppert wurde das sehr übersichtlich dargestellt: Lernen brauchen wir für Neues, um vorhandenes Wissen oder Kompetenzen zu vertiefen, um das wiederum nicht nur zu wissen, sondern auch um es anzuwenden und vor allem dazu, um Probleme zu lösen. Das wiederum führt zu neuen Veränderungen. Dieses Lernen auf den verschiedenen Ebenen wird zukünftig viel mehr auf der Eigeninitiative basieren. Mitarbeiter sehen, was ihnen an Wissen oder Kompetenzen fehlt und eignen sich diese an.

Meine Quintessenz von der Learntec

Atmosphäre auf der Learntec 2019 Karlsruhe

Veränderung geht nur mit Anpassung und dafür ist Lernen die Voraussetzung. Es gelingt in Eigeninitiative und selbstorganisiert, wenn das Vertrauen in die eigenen Kompetenzen und das Zutrauen von aussen vorhanden ist. Ein zeitlicher und im wahrsten Sinne des Wortes ein realer Rückzugsraum ist hilfreich. Doch da sollte Lernen nicht stehen oder steckenbleiben. Sondern es sollte selbstverständlich weitergehen, indem die Ergebnisse mit Kollegen geteilt, ins Intranet gestellt und in Lerngruppen diskutiert wird. Die diesjährige Learntec bot eine überaus angenehme Atmosphäre, um zu pausieren, sich auszutauschen und den Input sacken zu lassen.

Fragen, die mich weiter beschäftigen:

  • Was brauchen Sie oder Ihre Mitarbeiter neben Tools und Programmen, um nicht schon am Anfang ans Scheitern zu denken?
  • Wie können sie ihre Kompetenz zur Selbstorganisation, insbesondere beim E-Learning, ausbauen und stärken?
  • Sind Sie im Unternehmen offen für Lerngruppen? Die sich etwa komplexe Themen aufteilen und das Wissen zusammenzutragen und darüber diskutieren?
  • Wie gehen Sie mit Emotionen um, um das Denken bei Problemlösungen nicht zu blockieren?

Auf all diese Fragen gibt es keine perfekten und schnell erfolgreich umsetzbare Antworten. Doch viele Ideen und Anregungen dazu, was Sie und Ihre Kollegen an ergänzenden Kompetenzen brauchen, um selbstorganisiert und gelingend zu lernen. Damit Dopamin ausgeschüttet wird und Sie motiviert weiterlernen und dranbleiben.

Sprechen wir darüber! Gerne nehme ich mir die Zeit, um mit Ihnen in einen Austausch zu kommen.

Rufen Sie mich an oder schreiben Sie mir!

Heute möchte ich Ihnen von meinen Eindrücken und Learnings auf der LEARNTEC 2018 berichten. Die findet ja vor meiner Haustür statt, in Karlsruhe. Die Lernkultur verändert sich in Richtung Digitalisierung, in einigen Unternehmen rasant und schon über einen längeren Zeitraum, in anderen beginnt diese erst gerade. Aber was bedeutet das genau? Gut, sich aus diesem Anlass intensiver auf der LEARNTEC umzuschauen. Ich finde es ja irgendwie beruhigend, dass LEARN immer noch fett geschrieben wird und ‚TEC‘ nicht. Denn beim Gang durch die Hallen sehe ich viele Menschen, aber deutlich mehr TEC.

Gerade heute habe ich die Pressemitteilung der LEARNTEC erhalten, dass dieses Jahr die Besuchermarke von 10.000 erreicht wurde (2017 waren es ca. 7.500 Besucher). Auf der Messe war das – im Vergleich zu den Vorjahren – deutlich spürbar.

LEARNTEC2018
Ein beliebtes Motiv auf der LEARNTEC 2018

Erstmals habe ich auch den Kongress der Learntec besucht, so dass ich zwei Tage vor Ort war. Mein erster Tag fand auf dem Kongress statt. Bei so vielen Themen fiel es nicht leicht, sich zu entscheiden. Im Nachhinein betrachtet – sicherlich lag es auch an meiner Auswahl der Vorträge – stand weniger die Technik im Vordergrund, sondern der Mensch. Irgendwie doch beruhigend.

Techniken und Tools versus Mitarbeiter

Der gemeinsame rote Faden, ob es um Führung ging oder um die Lerner oder die Herausforderungen, neue Techniken und Tools einzuführen, Dreh- und Angelpunkt sind die Mitarbeiter. Begriffe, die oft fielen, waren Offenheit und Aufgeschlossenheit. Wie wird das Lernen angeregt? Wollen die Lernenden überhaupt? Wie können sie dazu gebracht werden, dass sie wollen. Was brauchen sie? Was die Offenheit für Neues angeht, da gibt es wohl noch Aufholbedarf.

Oder um die Worte eines Vortragenden, Gernot Kühn von Microsoft zu zitieren: „Das Beharrungsvermögen ‚Das geht nicht‘ ist erstaunlich“. Und er meinte damit nicht nur die Mitarbeiter, sondern schloss die Führungskräfte mit ein. Digitale Tools verändern eben nicht automatisch das Mindset. Gernot Kühn sprach über die zwei Welten, einmal die der Tools und der Software und zum anderen die der Mitarbeiter und Führungskräfte. Aber wer bedient die digitalen Tools? Der Mitarbeiter und damit der Lernende. Damit das (besser) klappt, hat Microsoft LearningOutLoud – so übrigens auch der Titel seines Vortrags, eingeführt. Angelehnt an WorkingOutLoud bezeichnet LoL eine Vorgehensweise des ‚lauten‘ Lernens. Ziel ist, sich innerhalb von 7 Wochen in bestimmten Schritten mit den wichtigsten Aspekten des selbstgesteuerten Lernens vertraut zu machen. Kern der Sache ist das mit- und voneinander Lernen im vernetzten Zustand.

Digitale Tools erfordern mehr Kommunikation

Diese Erfahrung wurde in vielen Vorträgen thematisiert. Unterschiedliche Vorstellungen oder Ziele können nur durch Kommunikation überwunden oder zumindest mal erklärt werden. Eine Einstellung oder Haltung verändert sich nicht von heute aus morgen. Soviel zum Beharrungsvermögen.

Das führt mich direkt zum Vortrag von Barbara Liebermeister „Digital ist egal“. Die Rahmenbedingungen in der digitalen Welt verändern sich rapide, doch der Mensch tickt so wie vor 200.000 Jahren. Wenn der Mensch über 135 verschiedene Emotionen verfügt, so Liebermeister, wo bleiben die in der digitalen Welt? Unser Miteinander, die Haltung und die Entscheidungen, die wir treffen, sind nun mal emotional gesteuert. Da ist sie wieder, die Kommunikation, ohne die es nicht geht. Gerade Führungskräfte mit sehr guten Kommunikationsfähigkeiten werden zukünftig sehr gefragt sein. Sie können die Grundbedürfnisse des Menschen nach Sicherheit in einer zunehmend unsicheren und komplexen Welt und das Bedürfnis nach Anerkennung nicht auffangen, aber abfedern. Indem sie erklären und Unsicherheiten nehmen – am besten in persönlichen Gesprächen auf Augenhöhe.

Laut einer Meta-Studie unter 18.000 Befragten sollten Führungskräfte in der digitalen Welt über folgende Fähigkeiten verfügen:

  • Kommunikation und Vernetzungsfähigkeit
  • Menschenorientierung
  • vernetztes Denken
  • Kreativität
  • Die Fähigkeit, Sicherheit und Halt zu geben und
  • gute Medienkompetenzen

Sie schloss ihren Vortrag mit drei Faktoren, die typisch für den Menschen sind

  1. Er vertut sich in der Zeiteinschätzung, die für etwas notwendig ist.
  2. Überschätzung in seiner Kompetenz, etwas zu können
  3. Unterschätzung von dem, was um ihn herum passiert

Sind Sie ein guter oder ein besserer Autofahrer?

Dazu ein Beispiel von anderer Stelle, erklärt es aber gut: diese Selbsttäuschung, von der Liebermeister sprach, kommt im Alltag oft vor, ohne dass wir uns dessen bewusst sind. Wenn sich Autofahrer in Bezug auf ihre fahrtechnischen Qualitäten einschätzen sollten, halten sich 3/4 der Befragten für bessere Fahrer als all die anderen. Und gerade die Fahrer, die in Unfälle verwickelt waren, meinten, besser fahren zu können als die, die jahrelang unfallfrei unterwegs waren. Diese Fehleinschätzungen – eine gewisse Betriebsblindheit – gibt es natürlich auch in Unternehmen.

Wie geht es Ihnen? Kommt Ihnen da etwas bekannt vor? Ist es eher die Zeit, wo Sie sich vertun? Oder ist es die Kompetenz, von der Sie glauben, diese schon ausreichend zu haben?

Mehr zu Fehl- und anderen Einschätzungen finden Sie übrigens hier: https://www.impulse.de/serie/online-serie-aus-fehlern-lernen

Lernbereitschaft hat nichts und gar nichts mit dem Alter zu tun!

Zurück zur LEARNTEC. Auch im Rahmen der Messe gab es verschiedene Vorträge in den Foren. Eines, was ich daraus mitnehme und mich bestätigt: die Lernbereitschaft ist nicht vom Alter abhängig! Vielmehr gilt es, sie zu fördern oder überhaupt erst aus dem Dornröschenschlaf zu wecken! Diese Erfahrung oder Erkenntnis wird offensichtlich häufiger gemacht. Vielleicht hängt das ja wieder mit der Fehlertoleranz oder generell mit der Fehlerkultur in Unternehmen zusammen?

Da sehe ich wieder die Querverbindung zur Eigenverantwortung, das Lernen und damit die Inhalte selbst zu bestimmen. Da kann man sich sowohl inhaltlich als auch zeitlich ganz schön vertun, siehe Fehleinschätzungen. Deswegen ist die Förderung der Selbstlernkompetenz (nach der Kommunikation und des Miteinander lernen) aus meiner Sicht die zweite Säule für die digitale Zukunft.

Veränderungsbereitschaft oder Beharrungsvermögen?

Oder anders herum, wenn der Blickwinkel verändert wird: Fragen Sie doch mal Ihre Mitarbeiter oder Kollegen, was sie gerne an Kompetenzen auf- und ausbauen möchten. Das könnte sehr erhellend sein. Vielleicht liegt mancher Widerstand gar nicht an der fehlenden Veränderungsbereitschaft, sondern am verkehrten Blickwinkel. Selbst zu entscheiden, was Sie zum Beispiel an Stärken (!) ausbauen möchten, beinhaltet doch eine ganz andere Motivation. Mit der lassen sich auch leichter neue Themen angehen, etwa im Austausch mit anderen Lernern. Und mit der Verantwortung, anderen etwas zu vermitteln, lernen Sie plötzlich Dinge, die Sie sich gar nicht zugetraut hätten.

LEARNTEC Treibstoff für Lerner

Ohne leckeren Treibstoff geht es nicht auf der LEARNTEC

Welche Fähigkeiten brauchen Lerner?

Christian Böhler von Innogy befasst sich in seinem Vortrag „Mutmacher digitale Transformation“ mit der Frage, was Lerner brauchen, um Wissen aufzubauen. Wollen sie lernen, sehen sie die Chancen dabei oder haben sie schlichtweg Angst vor dem Unbekannten? Wo fängt die Digitalisierung im Unternehmen an? Auf der einen Seite verweigern sich Mitarbeiter, gegenüber neuer Technik, checken aber sofort nach Verlassen der Firma ihr Smartphone. Auch hier tauchte wieder die Frage auf, welche Fähigkeiten Lerner brauchen, um zu lernen. Böhler verweis auf das Kompetenzmodell von Joel Krapp bei der Swiss Post. Es bietet eine gute Übersicht über all die Lernkompetenzen. Es ist interessant, da mal einen Blick drauf zuwerfen, um sich selbst einzuordnen.

Fällt Ihnen in dem Kompetenzmodell etwas auf? Sie ahnen es schon, es ist wieder die Fähigkeit, offen für Neues zu sein, Neugier zu entwickeln und dann im Lernprozess dranzubleiben. Lernen fällt manchmal leicht, ist aber auch oft anstrengend. Dazu noch einmal Böhler: Fragen Sie die Lerner selbst, was sie brauchen! Lernen klappt dann am besten, wenn man gar nich merkt, dass man lernt und es trotzdem klappt!

Mein Schlusspunkt auf der Learntec 2018: Das wirklich Aufregende kommt erst noch!

Wir gewöhnen uns an Saugroboter und sprechen mit Alexa. Wir können die Heizung im Wohnzimmer vom Auto aus regulieren. Oder den Backofen anschalten und die Fenster öffnen. Wir gewöhnen uns daran, mit Sprachsteuerung zu agieren und jederzeit und von überall aus auf Informationen zuzugreifen. Josef Buschbacher von der CLC titelte seinen Beitrag im Trendforum mit „Digitale Fitness für Bildungsprofis – Learning Next“

Wie wird sich Lernen entwickeln? Wo und wie werden wir lernen? Die großen Konzerne wie Google und Amazone nutzen die Informationen und bereiten sie für Lerner auf und haben dafür die Plattformen wie Google Education oder Amazon Education entwickelt. Momentan noch überwiegend für Schule und Studium, bald auch für Unternehmen? Lernen nebenher, wenn es gebraucht wird, nicht auf Vorrat, das ist eine Erkenntnis.

Da ist was dran, dachte ich, als Buschbacher zum Abschluss ein Zitat aus seiner Kaffeeküche präsentierte. Für Sie aus dem Gedächtnis protokolliert:

‚Alles, was da war, als wir auf die Welt kamen, ist für uns normal und selbstverständlich.

Alles, was wir zwischen dem 15. und 35. Lebensjahr entdeckt haben, ist aufregend und hilft eventuell beim beruflichen Weiterkommen.

Alles, was nach dem 35. Lebensjahr neu ist, ist wider der natürlichen Ordnung.’

Dem ist erstmal nichts mehr hinzuzufügen, oder?

Wenn Sie sagen, dass Sie dranbleiben wollen am Lernen oder an der Neugier, machen Sie ab und zu mal etwas ausserhalb der Routine. Das heisst,

  • probieren Sie etwas Neues aus (Essen, Trinken.. Zeitschriften, Einkäufe…)
  • treffen Sie sich mit Menschen, die nicht immer Ihrer Meinung sind
  • gehen Sie ins Kino oder Theater (wenn Sie selten dahin gehen)
  • werden Sie sich Ihrer (gedanklichen) Routinen und Bewertungen bewusst
  • machen Sie jeden Tag eine kleine Kleinigkeit anders als gewohnt

und lassen Sie Neues erst einmal auf sich wirken, ohne sofort in den Abwehrmodus zu schalten! Und wenn Sie das sowieso schon alles machen: bleiben Sie dran!

Läuft bei Ihnen, gerade beim Lernen, immer alles rund? Haben Sie alles, was Sie für selbstgesteuertes Lernen benötigen? Ich denke da speziell an die Veränderungen, die die Digitalisierung mit sich bringt. Veränderungen sind ja kein Problem, solange es irgendwie doch funktioniert. Doch neue Techniken und Abläufe, wie sie die Digitalisierung mit sich bringt, bergen auch oft ungeahnte Überraschungen. Lernen ist angesagt, um damit klarzukommen. Hier und da gibt es Widerstände: „Schon wieder was anderes? Muss das sein? Das ging doch bisher auch so!“

Veränderung heisst: Abschied nehmen vom Gewohnten

Das Paradoxe dabei ist, dass für die meisten Menschen die Nutzung von Smartphone & Co im Privatleben mittlerweile selbstverständlich ist. Am Arbeitsplatz sieht das oft anders aus. Die Veränderung, das Neue, ist hier oft nicht selbstbestimmt. Und lieb gewordene Gewohnheiten und automatisierte Abläufe müssen über den Haufen geworfen und umgelernt werden. Nichts ist herausfordernder als dieses. Denn bis aus Veränderungen Gewohnheiten werden, braucht unser Gehirn Zeit. Zeit für den Umbau der Verbindungen zwischen den Synapsen. Und als ob das nicht genug wäre. Oft läuft es nicht so wie ursprünglich geplant, oder? Haben Sie das selbst schon erlebt? Wenn Sie jetzt nicken, wissen wir, wovon wir sprechen.

Selbstgesteuertes Lernen gehört zum Alltag dazu

Seit einigen Monaten beschäftige ich mich intensiv mit den Veränderungen im Lernen. Die Digitalisierung verändert auch die Weiterbildung. Bei mir sieht es selbstgesteuertes Lernen zum Beispiel so aus: Wenn ich mich über Neues informiere, nutze ich Webinare, Online-Kurse, Blogs, Twitter und Newsletter. Als Unternehmerin ist die Sichtbarkeit in den sozialen Medien, der Austausch mit Kollegen über Skype und in Foren wichtig. Oft ist es ein Austausch mit Menschen, denen ich noch nie persönlich begegnet bin. Wenn ich wissen will, wie etwas funktioniert, schaue ich auf YouTube nach. Wenn ich schnell mal einen Begriff recherchiere, klar, das geht über eine Suchmaschine. Und so geht es weiter, natürlich auch im privaten Bereich.

Für mich bedeutet das konkret, dass ich mich mit neuen Plattformen, deren Logik, neuer Software und der passenden Herangehensweise befasse. Und wenn Sie mich nach der bahnbrechenden Erkenntnis fragen: „Ja, es entwickelt sich selten so wie geplant. Es tauchen Probleme auf, von denen ich gar nicht wusste, dass es sie geben kann. Und ja, es ist trotzdem spannend, damit klarzukommen.“ Das Tempo der Veränderungen und Neuerungen ist manchmal schon atemberaubend. Ohne Übersicht, ohne geplantes und selbstgesteuertes Lernen wird es schwierig! Wie geht es Ihnen mit dem Lernen? Wie viel Veränderung oder Digitalisierung steckt bereits in Ihrem Arbeitsalltag?

Aktiv-und-selbstgesteuertes-lernen

Lernen erfordert Selbstorganisation

All das ist ein fortwährender und andauernder Lernprozess. Was das Lernen betrifft, da kenne ich mich glücklicherweise aus. Zum Lernen gehört Neugier und Offenheit als Grundvoraussetzung mit dazu. Davon habe ich genug, ich bin einfach wissbegierig. Vor allem will ich vermitteln, wie Menschen mit sich selbst besser klarkommen. Beim Lernen ist es die Frage, wie ein Lernender am besten sein Ziel erreicht. Wie bei einer Reise gehört Planung und Organisation mit dazu. Und ohne eine flexible Zielanpassung funktioniert das nicht. Früher hatten Zeitpläne über Monate Bestand. Ich erlebe es ja selbst: heute kremple ich diese alle paar Wochen um und passe sie neu an. Das kann schon manchmal etwas nervig sein. Schließlich möchte ich ein Ziel erreichen und mir auch mal auf die Schulter klopfen. Durchhaltevermögen ist hier beim Lernen mindestens so wichtig wie bei einer langen Wanderung. Oder bei einem Marathon.

Lernkompetenz – Umgang mit der Informationsflut

Was braucht ein Lernender konkret an Kompetenzen und Fähigkeiten? Eine wesentliche ist die, die richtigen und relevanten Informationen zu finden. Das ist, werden Sie sagen, ja alles selbstverständlich. Doch ich höre es so oft von Teilnehmern, wie schwierig das im Alltag ist. Denn über einen Informationsmangel kann sich niemand beklagen. Es ist eher die Fülle von vielfältigen und oft auch vieldeutigen Informationen. Das erfordert eine hohe Konzentration, die relevanten Inhalte auszufiltern. Ohne ein klares Ziel und einer klaren Fokussierung kann man sich ordentlich verzetteln.

Lernkompetenz – flexibel sein!

Aus meiner Sicht gehört unbedingt noch die Flexibilität mit dazu. Denn es kommt oft anders als geplant. Ist es Ihnen auch schon mal so ergangen, dass Sie nur mal eine neue Softwarefunktion ausprobieren wollten (sah doch ganz einfach aus im Seminar) und Stunden später wissen Sie zwar mehr, aber Sie sind noch immer nicht am Ziel? Dafür haben Sie mindestens noch zwei andere Kollegen damit beschäftigt: Ein Telefonat mit der IT-Abteilung. Oder die Frage, welcher Kollege sich damit auskennt und ob er oder sie Ihnen das erklären kann.

Oder Sie planen ein Meeting, eigentlich geht es nur um ein paar Kleinigkeiten, die hier und da die Abläufe vereinfachen können. Danach oder auch mittendrin stellen Sie fest, dass daraus ein Projekt von mehreren Wochen wird. Weil Sie die Dimensionen nicht vorausahnten oder neue ungeahnte Hindernisse auftauchen. Je offener Sie sind, desto flexibler können Sie damit umgehen, was auf Sie zukommt.

Stabilität und Stresstoleranz

Lernkompetenzen sind natürlich wichtig, aber nur die halbe Miete. Genauso wichtig ist der Umgang mit sich selbst. Ich bezeichne das als die Kompetenz zur Selbststeuerung. Also, wie gehen Sie zum Beispiel damit um, wenn etwas nicht so läuft wie geplant?

  • Wie hoch ist Ihre Frusttoleranz?
  • Wie flexibel können Sie vom Status Quo abweichen, ohne sich dabei zu verzetteln?
  • Wie können Sie Ihre Energie gut einteilen und rechtzeitig wieder herstellen?

Besonders der Umgang mit sich selbst ist ein wesentlicher Bestandteil des selbstgesteuerten Lernens. Diese Kompetenzen werden an Bedeutung gewinnen.

Basis für selbstgesteuertes Lernen sind stabile Persönlichkeiten

Für eine stabile Persönlichkeit ist die Resilienz, die seelische Widerstandskraft, eine gute Basis. Viele und schnelle Veränderungen führen zu Unsicherheit. Was ist noch stabil? Was hat noch Bestand? Worauf kann ich mich verlassen? Sie können von innen heraus für Stabilität sorgen, mehr dazu in meinen Blogbeiträgen zur Resilienz.

Eine stabile Persönlichkeit kann mit dem selbstorganisierten Lernen leichter zum Ziel kommen. Bei der Überlegung, welche Kompetenzen ein Lernender heute braucht, gewinnen die Sozialkompetenzen zunehmend an Bedeutung.

Mehr dazu im nächsten Beitrag. Da gehe ich auf die Kompetenzen, die Lernende heute brauchen, näher ein.

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Integriertes Lernen – Effektivität und Flexibilität durch neue Lernmethoden

Ein hervorragendes Beispiel für zukünftige Lernmethoden habe ich bei der Corporate Learning Alliance gefunden. Die RWE hat für ihre Elektriker und Automatisierungstechniker ein neues Bildungskonzept entwickelt. In diesem Konzept geht es um ein Blended-Learning Szenario – eine Lernform, bei der die Vorteile von Präsenztraining und E-Learning kombiniert werden – mit dem Ziel, für Problemsituationen, die selten eintreten, das entsprechende Wissen abrufbereit zu haben. Diese Situation – es kommt selten vor, soll aber funktionieren – kennen viele Mitarbeiter auch in anderen Unternehmen.

Der Altersdurchschnitt ist hoch, deswegen sind die Handwerker nicht automatisch alle fit, was den Umgang mit einem Tablet betrifft. Nicht alle verfügen über eine eigene dienstliche Mailadresse, so dass es am Anfang einige Hürden zu überwinden gilt, um die Voraussetzungen zu schaffen. All dies bewältigen die Lernenden im Laufe des Lerntrainings selbst. Auch die Vorgesetzten sind involviert, denn diese müssen in einer kurzen Videobotschaft erklären, warum der Mitarbeiter an diesem Lernkurs teilnehmen soll. Der Mitarbeiter sieht diese Botschaft seines Vorgesetzten ebenfalls.

Fachübergreifend lernen

Die teilnehmenden Handwerker werden während des Lernseminars gleich zu Anfang insofern gefordert, dass sie Fachfragen erhalten, die sie nicht selbst beantworten können. Sie suchen sich Kollegen im Betrieb, die ihnen die Fragen beantworten können. Diese Lernmethode bildet eine gute Basis, um in kritischen Situationen schnell zu wissen, welche Kollegen weiterhelfen können. Die Vorbereitungsphase des Lerntrainings mit verschiedenen Aufgaben erfolgt über einen Zeitraum von 4 Wochen online.

Ist diese Vorbereitung erfolgreich absolviert, geht es zum Präsenztraining von 4 Tagen. Hier tun sich jeweils 2 Teilnehmer zu einem Lerntandem zusammen, um ihre Erkenntnisse in einem Wiki zu dokumentieren. Danach folgt die Transferphase des Lerntrainings, auch diese geht über 4 Wochen.

Ein Lerntraining in dem Handlungs-Kompetenz bewiesen werden muss!

Das eigentlich Spannende kommt jetzt: Jeder Teilnehmer hat sich vor dem Lerntraining einen Mentor gesucht. Dieser muss nach dem gesamten Lernseminar bestätigen, dass das Gelernte auch angewendet werden kann. Dass aus Wissen Können geworden ist. Erst dann erhält der Teilnehmer sein Zertifikat für die erfolgreiche Absolvierung des Lernseminars.

Dieser Transfergedanke ist so einfach wie genial, weil er so sinnvoll ist. Ausserdem stärkt er die Lernmotivation und den Lernerfolg der Teilnehmer. Ein Riesenunterschied zu dem, was häufig nach Seminaren passiert, nicht passiert und versandet.
Ein spannender Impuls, den ich gerne als Inspiration für meine Lernseminare nutze. Sei es in meinen Seminaren für selbstgesteuertes Lernen im Beruf oder auch in meinen Lernseminaren für Weiterbilder.

Zwei bemerkenswerte Faktoren: Dauer und Erfolgsbestätigung

Dieses Weiterbildungskonzept lässt sich gut auf andere Bereiche übertragen. Ich höre es so oft: wie erinnere ich mich an Vorgänge, die selten vorkommen, bei denen das Wissen aber schnell parat sein muss?

Hier, beim Konzept von RWE, wird durch die Dauer des Lerntrainings eine so gute Vernetzung im Langzeitgedächtnis angelegt, dass die Vorgänge bei Bedarf viel schneller und sicherer abgerufen werden können. Sicher, es braucht mehr Zeit. Aber wenn eine kritische Situation eintritt, kann das Gelernte schneller abgerufen werden. Das spart Nerven, Zeit und eine Menge Geld.

Das Konzept von Ralf Jauck, dem Initiator, wird von ihm selbst in diesem Video-Beitrag über Integriertes Lernen erklärt.